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Geschrieben von: Jan Switek
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Sonntag, den 05. Februar 2012 um 19:03 Uhr |
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Freude schöner Ouzofunken
Eine Oper in 4-5 Akten
Die Handlung:
Es begab sich zu der Zeit des 12. Spieltages. Im Königreich Tschämpiäns (Im folgenden kurz KT) zu Köln herrscht eitel Sonnenschein, ein jeder ist mit sich, dem Trainer und der Tabellensituation zufrieden, man trällert fröhliche Weisen. Doch da dringen die fiesen Gemünd-Gnome in das Königreich um das Schloss zur Kreuzgasse ein, um dort ein paar der im ritterlichen Jost ehrbar verdienten und gesammelten jungfräulichen KT-Punkte zu entführen, was den Gemündern aber nicht gelingen wird, da die kämpferischen KTler sich ihnen mit breiter Brust entgegenwerfen, nur um danach wieder ihre schaurig-schönen Sieges-Arien schmettern zu können!
Die Besetzung:
Auf Seiten des KT – Die Beste
(Natürlich!, laut Dirigent und Arrangeur Mathael Scherzo [manche nennen ihn ja auch scherzhaft Michthias])
Auf Seiten von Gemünd – Gemünder …
Vorhang auf!
1. Aufzug:
Mit den Außentenören Ralle und Nils, den Mittelbässen Stefan und Sylvestre, DEM Diagonalen Michael und Konzertmeister Jan auf dem Feld, und dem Ex-Brüssler Bariton Jürgen, der Mehrfachbesetzung Karl und der Libretta Christoph nebst besagtem Dirigenten Scherzo auf der Bank beginnt die Szenerie, die vom emsigen Schreiberling Peter niedergeschrieben wird.
Schnell gehen die KTler in Führung, lassen sich die Nervosität sehr routiniert nicht anmerken. Stefan zeigt auch mal gleich seine Soloküste in der Blockarbeit, die einen herrlich satten Ton beim Auftreffen des Balls direkt vor ihm erdonnern lässt. Sylvestre hingegen beweist, dass er auch ganz hoch kann und überzeugt mit einem grazil und wohl durchdachten Kuss seiner Fingerspitzen an des Balles äußersten Peripherie, der das Spielgerät zu einem federgleichen Flug direkt hinter dem übelwollenden Doppelblock den nächsten Punkt veranlasst. Auch Michael versenkt die Bälle mit einem zufriedenen Brummen auf den Lippen in des Gegners Viereck, wohingegen Nils’ Bälle eher humorlos den Boden auf der gegnerischen Hälfte erzittern lässt.
Der Vorsprung wird all so gehalten bis zum letzten Viertel des Satzes, der Gegner darf noch mal in den Genuss von ein paar Aufholpunkten kommen, dann aber wird der Satz ohne größeres Aufheben eingetütet.
2. Aufzug:
15 min Pause
3. Aufzug:
Das unerwartet verloren gegangene Scharmützel im 2. Akt veranlasst den Dirigenten zu einer virtuos durchgeführten Wechselorgie, damit die KTler wieder in die Erfolgsspur zurück finden können. Auf der Bank ist also immer was los, die Gesänge werden zunehmend lauter und Libretta Christoph entledigt sich seiner aufgeklebten Trikotnummer, um noch flinker durch das weite Feld auf der Jagd nach dem nächsten Ball zu huschen. Konzertmeister Jan setzt eigenmächtig ein paar Nadelstiche, ohne sich an die „Spiel-gefälligst-3-mal“-Regel zu halten. Aber auch ein gekratzter Ball hier, ein gewonnener langer Ballwechsel da sorgen dafür, dass die eigentliche Hackordnung wieder hergestellt wird. Auch dieser Satz wird gewonnen.
4. Aufzug:
Dem Sieg und dem Bewahren der wertvollen Punkte im KT schon wieder näher gekommen, gehen die KTler nun etwas forscher zu Werke, spielen diverse Kombis, wechselt Mehrfachbesetzung-Karl mit dem Steller die Blockposition (eigentlich ja eine unnötige Maßnahme, aber nun gut…) und ergattert auch so immer weitere Punkte. Auch immer wieder erhaben: Ralles kunstvoll erstöhnte Aufschläge, bei deren Eintreffen auf der gegnerischen Seite oftmals nur angstgeweitete Augen und ein resignierendes Seufzen der Gemünder auszumachen sind. Ohne nennenswerte Gegenwehr der mittlerweile zu Statisten degradierten Gemünder wird dieser Satz zum finalen Siegessatz erhoben und man kann sich nun ohne lästigen Händel mit vermeintlichen Gegnern auf die Feierlichkeiten und Gesänge konzentrieren.
Denn nun wird das Lieblingsthema der KTler intoniert: „Wir haben… gewonnen, weil …[Wer kennt es nicht?]), welches im 5. Aufzug die weitere Abendaufführung begleiten wird.
5. Aufzug:
Das mittlerweile im Wellness-Bereich des Schlosses zur Kreuzgasse als Code für den Einlass zur Dusche garantierende Thema erklingt im Laufe des Abends nun immer öfter, auch damit sämtliche Gäste beim Wirt Stavros wissen, mit welch erlesener Horde sie da speisen dürfen. Fast jede Ouzo-Runde wird besungen- und lasst euch gesagt sein: es sind viele Lieder! Die Freude ist allenthalben und beinahe greifbar, auch wegen der mittlerweile fast randvoll eingeschenkten Gläsern jenes Getränkes, das den Funken zum Siegen bei den KTler nun endgültig gezündet zu haben scheint. So gezündet, dass Karl sogar noch über eine zweite Portion Gyros Komplett räsoniert. Aber auch trösten mit der Feierei die KT-Recken ihr Damen-Team über deren weniger gut verlaufenes Spiel hinweg und spenden großzügig Zuversicht, und sie gedenken des fehlenden Sichels, der in Bälde, hoffentlich von einer Flasche Ouzo betäubt, sich unter das Messer eines Baders einer konkurrierenden Truppe legen muss.
Der Vorhang fällt! (… und wie der gefallen ist … siehe Mails!)
Der Funke bleibt … |
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Aktualisiert ( Montag, den 06. Februar 2012 um 07:28 Uhr )
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Geschrieben von: Rallefson
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Montag, den 30. Januar 2012 um 13:02 Uhr |
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Die Zeit zwischen Hinrunde und Rückrunde ist für die Mannschaft von KT meistens die Zeit des Vergessens! Das kann positiv sein, wenn man vergisst, dass man die Hinrunde total vergeigt hat und dann nach der Winterpause eine erfolgreiche Aufholjagd startet. Oder es kann negativ sein, wenn man als Herbstmeister in die Winterpause geht und dann vergisst, wie man Volleyball spielt.
Was würde KT dieses Jahr wohl alles vergessen? Nun, es ist mir nicht ganz klar, was KT alles vergessen hat. Aber es gab beim Spiel gegen Salchendorf ein paar Hinweise darauf, was KT denn so vergessen hat und woran man wieder erinnert wurde und was man nicht vergessen hat.. Fips hat zwar vergessen, seine Mails bezüglich der Abfahrtszeit zu checken, aber Baschi hat es nicht vergessen, dass Kählersche Viertel einzubauen, dass nun von Philipp gezogen werden konnte. Was alle vergessen hatten war, wie gross Deutschland ist - und das Salchendorf noch dazu gehört. Als dann endlich das Spiel losging wurde schnell klar, dass KT offensichtlich ganz elementare Dinge in die Rückrunde mitgenommen hat. So zum Beispiel, dass gezielte Aufschläge (allen voran Stellerjan) einfach ein probates Mittel sind, den Gegener unter Druck zu setzten. KT hat auch nicht vergessen, wie man als Mittelblocker sauber den Block auf Aussen zumacht und sich dort Pünktchen für Pünktchen erblockt. Ausserdam hat man offensichtlich nicht vergessen, dass die Ente hinten kackt! Konstante Leistung über einen ganzen Satz wird eben am Ende belohnt. Baschi hat weder vergessen, wie man blockt, noch wie man eine saubere Annahme spielt. Was die Mannen von KT aber wahrscheinlich verdrängt hatten war, dass Klappspaten seinen Namen zurecht trägt. Und natürlich, dass ein Kopfangreifer, der die Beweglichkeit einer rheumakranken Giraffe an den Tag legt, trotzdem eine Mörderquote im Angriff haben kann. Und das -wenn so eine rheumakranke Giraffe sich schlafen legt- es passieren kann, dass sie genau dann und genau dadurch plötzlich den entscheidenden Sicherungsball nach oben schaufelt und damit die Niederlage verhindert. Annahmegott Hubi hat vergessen, dass eine Feldabwehr immer innerhalb des blau umrandeten 9x9 Meter Bereichs, der sich Feldhälfte schimpft, stattfinden sollte. Wir hatten natürlich alle vergessen, dass Annahmegott eben Annahmegott ist - so lang man ihn darauf hinweist, dass er auch tatsächlich annehmen muss. Fips hat vergessen, dass man zweite Bälle nicht übergreift - vor allem wenn der Schiri drauf achtet. Stefan hat vergessen, dass man einen Mittelblocker nicht 5 mal hintereinander durch die selbe Gasse schlagen lässt. Und Stefan hat vergessen, wie man jubelt, wenn man beim 6. mal ALLES richtig macht und das Spiel damit zum 16:14 für sich entscheidet. Ralle hat vergessen das man nicht mit dem zweiten Schiri redet. Auch nicht pantomimisch. Fips hat vergessen, dass man die Entscheidungen des ersten Schiris nicht anzweifelt. Und das man für so was ne gelbe Karte kassieren kann. Einige hatten offensichtlich vergessen, dass es schmerzt, wenn man sich auf den Hallenboden schmeisst, um einen Ballzu retten (ich hoffe, das bleibt so). Jan hat vergessen, dass er eigentlich aufgehört hat und spielte zauberhaft als wäre er keine Sekunde weg gewesen. Die gesamte Mannschaft hat vergessen, wie man einen Sack zu macht, z.B.bei einer 2:0 Satzführung und 19:16 im Dritten. Trainer Matthias hat vergessen, dass nur harte Kritik etwas aus der Mannschaft rausholen kann! Ich persönlich hatte vergessen, wie viele Jahre man altert, wenn beim Stande von 14:13 im Tiebreak zwei Mannschaften "Ball über die Schnur" spielen, weil keiner den Punkt machen will. Die Bank (allen voran Flo und Markus) hatten vergessen, dass man so ein Spiel auch schweigend rumsitzend verfolgen kann. Nils hat vergessen, dass er einfach unschlagbar gut ist, wenn das Zuspiel schlecht ist, und liess sich die Bälle immer schön auf den Punkt stellen. Gott sei Dank konnte Stellerjan die Problematik erkennen und korrigierte dementsprechend. Und ich glaube nach dem Spiel hat KT vergessen, dass die Vierer in der Annahme ohne Libero und Annahme - Zweier eigentlich aufgeschmissen sind. Und natürlich, dass man eigentlich niemals einen Spieler in der entscheidenden Phase zum Aufschlag einwechselt, weil das eigentlich(!) immer schief geht. Und bei einer Sache bin ich mir sicher, was KT nach diesem Spiel endlich vergessen hat: Das Desaster der gesamten Hinrunde in der letzten Saison. Fazit: Trotz 3 fehlender Stammspieler 3:2 in Salchendorf gewonnen - perfekt! Einziges Manko war, dass wir das Spiel beim Stande von 2:0 fast aus der Hand gegeben haben, als es eigentlich schon gelaufen war. |
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