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Nach dem Debakel vom letzten Spieltag wurde beim KT die Devise ausgegeben: 'Manchmal muss man einfach so viel feiern, dass man sich an nichts mehr erinnert!' Dies wurde erfolgreich umgesetzt und ein Großteil der KTler fuhr mit dem Selbstbewusstsein von gefühlten 3 Siegen in Folge (plus einer sehr verschwommenen Erinnerung) nach Euskirchen! Nach beherztem Einschlagen ging es dann auch schon zur Sache und schnell war allen klar: 'Das wird nicht einfach hier!' Gute Aufgaben des Gegners setzten die Annahme rund um Libero Herby gewaltig unter Druck, so dass die Mitte mit Stefan und Baschi nur selten ihr „Wämms den Ball irgendwo ins Feld“ - Spiel zeigen konnte. Auch über Außen und Diagonal ließen sich wenig direkte Punkte verbuchen, was einen Zuschauer zu der Frage veranlasste, warum man denn nicht mal den Möchtegern – 4er Herby angreifen lässt. Die Antwort von Interimscoach Christoph ist nicht genau dokumentiert. Man munkelt, dass es das übliche „weil der zum Einwerfen einer Postkarte schon ein Trampolin braucht“ war.
Moment mal,… Interimscoach? Was war mit Headcoach Matthias Scherz? Sollten sich etwa die Gerüchte bewahrheiten, dass dieser in Zukunft die Angriffsproblematik beim taumelnden Ex-Club (der übrigens gegen Gladbach ein ähnliches Debakel erlebte wie KT in Freudenberg) lösen soll? Hat es sich KT mit Scherz schon verscherzt? Er wurde auf jeden Fall seit Donnerstag nicht mehr gesehen, was in Anbetracht der frisch gefüllten Ouzo – Fässer von Stavros schon recht merkwürdig erscheint.
Zurück zum Spiel: KT kämpfte, Euskirchen hielt dagegen – ein klassischer Fall für einen ausgeglichenen Satz: 23 - 23. Und ein klassischer Fall für Energiespar – Ralle, der das ganze durch zwei „na gut Coach, dann spring ich halt mal aus und wummse den Ball longline rein“ – Bälle beendete: 1:0 für KT.
Der zweite Satz verlief zunächst analog zum ersten, ein ständiges hin und her. Allerdings erhöhte KT ein wenig die Eigenfehlerquote und sah sich gegen Ende des Satzes mit einem 5 – Punkte Rückstand konfrontiert. Nun war es Zeit für den Joker: Steller Peter wurde eine Ruhepause gegönnt, das Mobbelsche als Blockverstärkung aufs Feld gerollt und Hinterfeldangreifer Kai zum Steller befördert. Ziel der Taktik war:
1. 1. Aufschlag rein
2. 2. Block verstärken
3. 3. Rummsdibums den Rückstand aufholen
4. 4. Steller wieder einwechseln
5. 5. Mit frischen Wind das Spiel neu aufrollen und den Satz nach Hause bringen
Leider war Aufschläger Philipp ganz anderer Meinung und ließ das ganze bei Punkt eins scheitern – also sofortiger Rückwechsel.
Am Ende hieß es 25:20 für Euskirchen, 1:1.
Immerhin hinterließ Nils bei seiner 5 sekündigen Anwesenheit auf dem Feld einen so starken Eindruck, dass er im vierten Satz für Kaptain Ralle aufs Feld durfte.
In der Folge verhalfen ein Haufen Geschenke von Euskirchen KT zu einer derart komfortablen Führung, dass Diagonalspieler Kai zwischenzeitlich eine Trainingseinheit nachholte. Ihm war nämlich inzwischen aufgefallen, dass auf der gegenüberliegenden Seite ein alter Beachkollege Platz genommen hatte. Also eine kurze geheime Absprache mit dem Steller („Wenn ich auf 4, Du hoch raus, ich muss trainieren!“). Gesagt, getan und Kai haute von der 4 einen nach den anderen Diagonal am Block vorbei. Und drüben grub sich jemand immer tiefer und tiefer in den Hallenboden und baggerte einen nach dem anderen wieder hoch. Den Fans hats gefallen, aber das Spiel musste ja weiter gehen... Nils, der in der Zwischenzeit die komplette Abwehr durcheinander wirbelte, weil er offenbar noch in der Philosophie des Ex- Trainers gefangen war (der Abwehrspieler steht da richtig, wo der Ball hinkommt!) und damit auch Philipp ansteckte, wollte in Sachen Volleyball – Show nicht zurückstecken und entschloss sich, erst mal zusammen mit Kai die schöne komfortable Führung zu verbaggern! Aus einem 18:12 wurde ein 22:24.
JAWOLL! SHOWTIME!!!!
Rumms – Monsterblock 1 von Kai!
Rumms – Monsterblock 2 von Kai!
Rumms – Monsterblock 3 von Nils!
26:24 für KT. 2:1 Satzführung. Einziger Wehrmutstropfen war die Einwechslung des fehlerfrei agierenden Michael Kählers nach der Joker-Taktik (siehe Satz 2), die wiederum konsequent bei Punkt 1 (Aufschlag rüber) zerstört wurde.
Der vierte Satz startete mit einem ganzen Geschenkkorb von Euskirchen – 8:2 für KT. Das könnte es schon gewesen sein. Zumal auch noch die Annahme etwas stabilisiert wurde und Steller Peter, den mittlerweile seine 7 – Meilen Stiefel drückten, die er offensichtlich angezogen hatte, das Spiel jetzt eigentlich virtuos dirigierte. Aber gilt nicht bei KT das Prinzip: „Nur ein 5 Satz Spiel ist ein gutes Spiel?“ Man sah verwirrte Gesichter auf dem Feld – was tun. Sicherheitshalber wurden die nächsten 4 Angaben erst mal versäbelt – Euskirchen bedankte sich!
Dann nahm Kai (latent unterzuckert und daher nicht 5 – Satz – willig) sich ein Herz und kündigte bei Aufschlag Stefan ein As an. Ja, so läuft das mittlerweile bei KT – man reagiert auf eindeutige Ansagen! Stefan folgte, servierte ein As und man konnte sich wieder absetzen. Der mittlerweile auf genaue Annahmen angewiesene Peter klärte zudem jede aufkommende Druckphase durch gekonnten Einsatz von Baschi und Stefan über die Mitte oder über die mittlerweile genau justierten Aussen Nils und Philipp, oder wenn gar nichts anderes ging – halt eben selbst mit gekontem Ableger. Jetzt noch ein erneutiger 5 Sekundeneinsatz von Michael Kähler (die Aufschläger Nils und Philipp waren mit der Jokertaktik aber so was von überhaupt nicht einverstanden…) und das Ding war gegessen: 25 – 19 für KT.
So und nun noch ein Aufruf an die Fans:
Ja, ich verstehe, dass Ihr begeistert wart! Und es ist echt blöd, dass Ihr kein Trikot als Souvenir mitnehmen könnt.
ABER BEI MEINEM AUTO DIE SCHEIBE EINSCHLAGEN UND DEN SPIELBERICHTSBOGEN ZU KLAUEN IST SCHEISSE! |